Filzverein Lenzen e.V. - Veranstaltungen

... und immer mittendrin: der Filzverein!


Ausblick 2012


Rückblicke


19.11.: Vorweihnachtlicher Kunsthandwerkermarkt

Viele Besucher trotz grauen Wetters / Auch der zehnte vorweihnachtliche Kunsthandwerkermarkt in Lenzen war ein Erfolg

LENZEN - Zum nunmehr zehnten vorweihnachtlichen Kunsthandwerkermarkt lud der Förderverein Lenzener Elbtalaue am Samstag nach Lenzen ein. Auf dem gesamten Gelände in der Lenzener Straße Am Bahndamm 11 war alles weihnachtlich dekoriert. So erfreute sich dieses Fest trotz des grauen Novemberwetters eines großen Besucherandrangs. Honig, Met, Apfelpunsch, Konfekt, Weihnachtsbasteleien, frisch gebackene Waffeln, Figuren, Kleidung aus Filz und noch vieles mehr wurden von den rund 30 Ausstellern angeboten. Der Hofladen lockte viele Kunden mit einer breiten Palette von Waren aus einheimischer Produktion. In der Filzschauwerkstatt zeigten die Mitarbeiter des Filzvereins, wie sie das traditionelle Brauchtum des Filzens pflegen. Das Wissen über dieses alte Handwerk und regionale Kreisläufe wird dort theoretisch und praktisch vermittelt.

Alte Handwerks-techniken zu neuen Traditionen erwecken möchte man auch in den Schauwerkstätten der Gemeinnützigen Ludwigsluster Projektgesellschaft. Gezeigt wurden Keramikgefäße für die unterschiedlichsten Zwecke und Strickwaren. Zu den reichhaltigen Angeboten aus dem Lenzener Naturlehrgarten zählten Kürbiskompott, Pflaumenmus oder Kräuteressig. Am Stand von Sipo & Sapelli aus Neuruppin wurde Holzspielzeug für Kinder und Erwachsene präsentiert – von einfachen Legespielen bis hin zu komplizierteren Steckpuzzles. Alles war aus unbehandeltem Naturholz. Besonders interessant fanden viele Besucher die Holzkreisel. Diese wären besonders für kleinere Kinder geeignet, die damit ihre Motorik trainieren könnten, hieß es.
Bunte, selbstgestaltete Dinge hielten Solveig Hoene und ihr Bruder Henning an ihrem Stand bereit. Darunter waren Kissen, Säckchen und Eulen aus Stoff, die man nicht nur für die Weihnachtsdekoration nutzen kann. Stoffprodukte offerierten zudem Lori Sander und Anja Sommer aus Gülitz. In ihrem Programm befanden sich Kinderkleidung, Taschen und Kuscheltiere. Bei ihren Sachen handelt es sich durchweg um Einzelstücke, die zum Teil sogar handgenäht sind.

Fotos aus der Prignitz als Postkarten stellte Edelgard Taepke an einem Stand aus. Die Bilder zeigen eindrucksvoll Sequenzen aus der Natur in der Stadt und auf dem Lande. Am Stand der Buchhandlung „Lesezeichen“ aus Wittenberge wurde eine Auswahl von Büchern feil geboten. Sandra und Hauke Hasch aus Bernheide zeigten Karten und Boxen in 3-D-Technik, außerdem Tongefäße, die sie mithilfe der Serviettentechnik verschönert hatten.
Schüler der fünften und sechsten Klassen der Lenzener Gijsels-van-Lier-Grundschule hatten für die Gäste ein kleines Kulturprogramm vorbereitet. Unter der Leitung der Kunstlehrerin Doreen Sachtleben studierten sie Weihnachtslieder ein, die sie dem Publikum präsentierten. Für ihre Gesangskunst erhielten die Kinder von den Gästen reichlich Applaus. Auf dem Freigelände gab es unter anderem einen kleinen Trödelmarkt, dessen Erlös dem Filzverein zugute kommt.

An dem Kunsthandwerkermarkt am Samstag beteiligte sich auch Constanze Ulrich vom „Petite Fleur“ in der Lenzener Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 26a mit ihrer Weihnachtsmesse „Adventsimpressionen“. Bei ihr gab es nicht nur Blumen, es waren außerdem Accessoires für Haus und Garten, Wellnessprodukte fürs Bad und Tee zu finden. In ihrem liebevoll dekorierten Ambiente schauten sich zahlreiche Kunden um und genossen dabei Kaffee, hausgebackene Plätzchen und köstlichen Kuchen. (Jens Wegner im "Prignitzkurier" der MAZ vom 21.11.2011)


12. Schlachtfest am 5. November



Schlachten nach alter Art

Schwein und Lamm am Haken auf der Leiter. Die Gedärme frisch herausgeschnitten, es riecht unangenehm. Für manche Besucher des Schlachtefestes am Sonnabend in Lenzen dürfte das ein ungewohnter Anblick gewesen sein. Gar nicht unnatürlich war es für Jürgen Schlede und seinen Sohn Matthias. "So wird seit Jahrhunderten geschlachtet", sagt Jürgen Schlede.
Er muss es wissen, denn in seiner Familie führt er das Handwerk in siebter Generation aus. Fleischer gebe es mehrere in der Prignitz, aber selbst schlachten würde neben seiner Familie nur noch Hildebrandts in Kletzke. Etwa zehn Familien halten rund um Lenzen Schweine, schätzt Schlede. Zum Schlachten fahre er zu ihnen auf den Hof oder hole die Tiere in seinen Betrieb.
Haustierschlachtung sei mit der Arbeit in den Industriebetrieben nicht vergleichbar. Das beginne schon mit der Größe der Tiere. "Dieses Schwein hier wiegt gut 150 Kilo", sagt er und zeigt auf das ausgeweidete Tier. Tiere aus Mastbetrieben würden nur um die 80 Kilo wiegen, seien etwas sechs Wochen alt. Das Mästen darüber hinaus sei zu kostenintensiv. Außerdem verwende ein Schlachter traditionelles Gerät, wie spezielle Messer und natürlich der bekannte Hängestock bzw. das Krummholz zur Befestigung der Tiere an einer Leiter.
Auf den Bauernhöfen war das Schlachten im Herbst stets eine Höhepunkt. 25 Mettwürste, Speck, Leber- und Grützwurst, Schmalz, Schinken - all das wurde und wird aus dem Fleisch der Tiere gemacht. Bei Schledes kommt nur selbst gemachte Wurst auf den Tisch. Besonders gern mag Jürgen Schlede Schwarz-Sauer. Ein traditionelles Gericht, für das Pfoten, Kniebeine und ein Stück der Schnauze abgekocht werden. Mit Backobst und Blut angerührt, deftig gewürzt, wird das zu Kartoffeln gegessen. "Was besseres gibt’s nicht", meint der Junior.
Der 21-Jährige hatte sich zunächst gegen die Familientradition entschieden, eine andere Ausbildung gemacht. Aber jetzt absolviert er eine Lehre in dem Handwerk seines Vaters. "Wofür ich mich beruflich entscheiden werde, weiß ich aber noch nicht", gesteht er. Sollte er den väterlichen Betrieb übernehmen, wäre das die achte Generation.
Veranstaltet hatte das Schlachtefest die Landschaftspflege GmbH und der Verein Elbtalaue. Ein Bauernmarkt gehörte ebenfalls dazu. Wer wollte, konnte frisch geschlachtete Perlhühner erwerben. Kinder bestaunten vor allem die Deutschen Angus - eine Rinderrasse. (Hanno Taufenbach in "Der Prignitzer" vom 8. November 2011)


Traditionelle Hausschlachtung / Enorm viele Besucher beim Schlachtfest

LENZEN - Bei Meister Peter Schlede ist noch alles Handarbeit. Brühtrog, Krummholz und Leiter, Brenner, die Glocke zum Ausschaben und natürlich Beil und scharfe Messer sind seine Werkzeuge – so wie es von altersher Brauch ist. Doch wie der Lenzener Fleischermeister berichtete, halten sich heute nur wenige Familien noch ein Schwein. Er schätzt im Raum Lenzen kommt es kaum noch zu zehn Hausschlachtungen.Gerade die älteren Besucher des Schlachtfestes auf dem Wirtschaftshof verfolgten aufmerksam sein Tun. Erinnerungen an die Kindheit wurden wach, und manch Enkel erfuhr, genauso hätten sie es damals auch gemacht.

Das Schwein muss auch Speck hergeben, meinte Peter Schlede. In den großen Fleischfabriken wolle man davon wenig wissen. Schon nach sechs Monaten, wenn sie erst etwa 80 Kilogramm wiegen, werden die Schweine geschlachtet. Etwa das Doppelte wog das Schwein, das Peter Schlede zerlegte, es ist fast ein Jahr alt, so wie es bei einer Hausschlachtung üblich ist. Nicht nur zarte Steaks sind gefragt, neben Speck soll es ordentlich Wurst hergeben, 25 Mettwürste sollten es schon sein, dazu Leberwurst, Grützwurst und zum alsbaldigen Verzehr Wellfleisch und Schwarzsauer – ein traditionelles Gericht aus Schweineteilen wie Schnauze und Blut sowie Backpflaumen. In Lenzen wird diese traditionelle Art des Schlachtens vorerst wohl nicht aussterben, denn für den Bestand der Fleischerei Schlede ist gesorgt. Sohn Matthias Schlede will nun in den Betrieb des Vaters einsteigen. Er führt dann in achter Generation die Familientradition fort.

Das von Peter Schlede geschlachtete Schwein fand sich nicht auf den vielen Tellern mit dampfender Hausmannskost wieder. Nach dem Schlachten muss der Tierarzt erst das Schwein freigeben. Essen und Trinken standen hoch im Kurs beim Schlachtfest, wie es sich auch gehört, meinte Organisatorin Sibylle Hoppe. Das ist das, was dieses Fest auszeichnet – neben vielen anderen, auch kunstgewerblichen Angeboten. Sie selbst zeigte sich von dem Besucherzuspruch erfreut, der in diesem Jahr enorm gewesen sei. Dazu trug sicher die ideale Schlachtfest-Witterung bei. Viele Gäste kamen wieder aus dem Wendland. Im Vorjahr waren sie weitgehend ausgeblieben, weil sie gegen den Castor-Transport demonstrieren mussten. Der Hofladen wurde im Handumdrehen seine 40 Enten los, bald hieß es ausverkauft. Weihnachten gehört eine Gans auf den Tisch, meinte Christiane Sass vom Hofladen, und die kann man noch bestellen. Schon am 19. November folgt am Bahndamm der vorweihnachtliche Markt. ( Michael Beeskow im "Prignitzkurier" der MAZ am 7. November 2011)



20. September 2011: Nachlese zum Herbstfest

Herbstfest als Saisonausklang im Lenzener Naturlehrgarten

Zu einem Herbstfest mit Kunsthandwerkermarkt für Groß und Klein hatte der Förderverein Lenzener Elbtalaue für Sonnabend in den Lenzener Naturlehrgarten eingeladen. Vornehmlich gab es Angebote aus dem Garten. „Das Herbstfest stellt den Abschluss unserer Aktivitäten für dieses Jahr hier im Lehrgarten dar“, sagte Christiane Saß, Geschäftsführerin des Fördervereins Lenzener Elbtalaue, der den Garten betreibt.
Marion Hinrichs vom Förderverein führte interessierte Besucher in einem Rundgang durch den Garten und erzählte viel Wissenswertes über Kräuter und all die anderen Bäume und Gewächse, die dort noch angebaut werden. Aus dem Buschbackofen gab es wohlschmeckenden Kuchen wie Pflaumen- oder Apfelkuchen, Bienenstich und Birnentorte. An einem Stand wurden Kräutersträuße, -essig und -liköre angeboten – alle hergestellt aus Produkten des Gartens.
Andreas Haas aus Mödlich zeigte den Herbstfestbesuchern, wie Apfelsaft und Birnensaft aus den Früchten frisch gepresst wird. Der Saft aus den vorher gemahlenen Früchten wird auf 80 Grad erhitzt, um ihn zu sterilisieren. So bleibt er, abgefüllt in Beuteln oder Kartons, lange haltbar.
Einem Korbflechter konnte man bei der Arbeit zusehen, und ein Ranger des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg erklärte die Besonderheiten des Naturschutzgebietes. Edelgard Taepke stellte ihre Fotos aus der Prignitz auf Postkarten an einem Stand aus. Die Bilder zeigen eindrucksvoll Szenen aus der Natur, aus der Stadt und vom Lande.
Zudem gab es Gartenkeramik und Dekoartikel sowie einen Stand, an dem sich Groß und Klein beim Filzen ausprobieren konnten. Unter dem nicht ganz ernst gemeinten Motto „Jeder dreht sich seinen Strick selbst“ konnten sich die Gäste von einem Seiler in die Kunst des alten Handwerks einweihen lassen. (Jens Wegner im "Prignitzkurier" der MAZ vom 20.09.2011)



Süße Verführung in Garten

Was ein Garten an Leckereien im Herbst zu bieten hat, konnten Besucher auf dem Herbstfest des Fördervereins Lenzen-Elbtalaue am Sonnabend probieren. Zugegeben, einiges war bereits verarbeitet, aber damit nur noch leckerer, wie die Schnittchen mit der frischen Marmelade aus der Aroniabeere. "Die haben wir erstmals im Angebot. Sehr aromatisch", sagt Vereinsmitglied Christiane Saß.
Daneben stehen in verschieden großen Flaschen Rosen-, Brombeerlikör und Kräuteressig. "Aus den Blüten unserer alten englischen Rosen haben wir ein Gelee gemacht", erzählt sie. Kartoffeln und Birnen können ebenfalls gekauft werden. Nur Äpfel gibt es in diesem Jahr nicht. Wie fast überall hat der Maifrost die Blüten im Schaugarten vernichtet. "Wir haben nur kleine Mengen im Angebot, der Garten ist nicht so groß", sagt Saß. Das Herbstfest sei der Abschluss der Veranstaltungen in diesem Jahr. Mitte Oktober wird der Schaugarten geschlossen. Mit Blick auf das nächste Jahr hat der Verein einen großen Wunsch: "Nach dann 15 Jahren müssen wie die Spielgeräte dringend erneuern. Dafür brauchen wir finanzielle Unterstützung", so Christiane Saß.
Beim Schlendern vorbei an den anderen Ständen fallen besonders die Korbflechtereien auf. Mit sicherer Hand arbeitet Herbert Aukthun, greift zu neuen Ruten, knipst Reste ab. Der 69-Jährige ist längst im Ruhestand, aber das Flechten mag er noch immer. 1956 beendete der Pritzwalker seine Lehre zum Korbmacher. "Das war damals eine richtige dreijährige Ausbildung", sagt er.
In seiner Nachbarschaft gab es einst einen Korbmacher. Dem habe er sehr gern bei der Arbeit zugeschaut, daran Gefallen gefunden. Das Flechten habe für ihn bis heute nichts von seinem Reiz eingebüßt. Kiepen für Äpfel zum Einlagern, kleinere Obstkörbe oder Pflanzkörbe fertigt er. Beliebt seien die Kiepen auch für Kaminholz. Gut fünf Stunden reine Flechtarbeit vergehen, bis eine große Kiepe fertig ist. "Dann muss aber auch alles andere vorbereitet sein, sonst dauert es länger." Über Formen und Größe müsse er nach so vielen Jahren nicht mehr nachdenken. Nur entscheiden, was es werden soll, alle anderen Handgriffe sitzen von allein. Die Weidenruten könnte man heutzutage beim Großhandel bestellen, aber Herbert Aukthun schüttelt lächelnd den Kopf. Das komme für ihn nicht in Frage, das sei gegen die Tradition. In jedem Winter geht er auf seine Weidenkultur, schneidet die Triebe direkt über dem Erdboden ab.
Der nächste Winter kommt und mit ihm die nächste Ernte. Aukthun macht nicht den Eindruck, dass er im nächsten Jahr mit dem Flechten aufhören möchte. (Hanno Taufenbach in "Der Prignitzer" vom 20.09.2011)


22.07.11: Fest im Garten

Sense und Pellkartoffeln waren die großen Renner
Großer Andrang von Jung und Alt gestern beim „Kleinen Fest im Garten“ des Fördervereins Lenzen-Elbtalaue

LENZEN - Riesengroß war der Besucherandrang beim gestrigen „Kleinen Fest im Garten“, zu dem der Förderverein Lenzen-Elbtalaue eingeladen hatte. Es muss wohl außer am guten Ruf der Veranstaltungen im Naturlehrgarten diesmal auch am passenden Wetter gelegen haben. Die Gäste kamen nicht nur aus der Prignitz, sondern ebenso aus benachbarten Regionen.
Vielfältig wie immer war das Angebot an Gartenprodukten und Gartenkeramik. Es gab Kräutersträuße und Kräuteressig. Honig, Kartoffeln und andere Produkte vom Förderverein oder Erzeugern der Umgebung fanden ihre Käufer. Freunde von Schafwolle konnten Gestricktes und Gefilztes erwerben. Die Stände des Filzvereins waren zudem ständig umlagert, weil Klein und Groß dort Wolle kämmen und verschiedene Dinge filzen konnten. Eine Familie aus Hamburg beispielsweise probierte sich am „Kneten“ von Armreif, Ball und „Blumenblüte“. „Das Waschen und Verarbeiten der Schafwolle ist sehr interessant“, sagte Marlies Appelt aus Perleberg. Ihr zehnjähriger Enkel Vincent aus dem hessischen Odenwald fand es toll, dass er unter Anleitung von „Prignitz-Scout“ Siegfried Rahner einen Büffel schnitzen konnte. Mit viel Eifer betätigte sich Marie (10) aus dem Harz, die beim Opa in Perleberg zu Besuch war, am Basteltisch der Naturwacht. Dort konnten sich Kinder ein funktionsfähiges Floß mit Segel bauen.
Als absoluter Renner erwies sich – für den Veranstalter etwas unerwartet – ein Angebot neben dem Gartenfest-Marktplatz. Erstmals konnten Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der „Heuernte“ mitmachen. Da die große Wiese im Naturgarten sowieso gemäht werden musste, hatte Fördervereins-Mitarbeiter Ron Mecklenburg aus Gadow bei Lanz die Idee dazu. Er selbst hatte das Sensen auf dem elterlichen Bauernhof gelernt. Nun konnten sich die Gäste unter seiner Anleitung mit der Sense betätigen. Uta Köpcke aus Dadow bei Eldena beschloss, sich für ihr neues Grundstück gar nicht erst einen Rasenmäher anzuschaffen. Wer zu klein zum Hantieren mit dem scharfen Schnittergerät war, freute sich über den Ernteerfolg mit der Heuharke.
Nicht neu ist, dass man bei den Lenzenern stets kulinarische Spezialitäten bekommt, die es bei anderen Festen eher nicht gibt. So ist es kein wirkliches Wunder, dass Pellkartoffeln mit Schmorgurken oder Matjes sowie Folienkartoffeln mit Quark schon nach eineinhalb Stunden ausverkauft waren. Doch zum Trost für die noch Hungrigen: Viele köstliche Blechkuchen aus dem Buschbackofen warteten noch auf den Verzehr am Nachmittag.
Nächstes Naturgartenfest:: Donnerstag, 11. August, 11 bis 17 Uhr. (Ulrich Fischer im „Prignitzkurier“ der MAZ vom 22.08.2011))


9. April 2011: Österliches Frühlingsfest

Unentbehrlich zum Hübschmachen / Traditionelle Angebot und Neues beim österlichen Frühlingsfest in Lenzen

LENZEN - „Das sind lauter unsinnige Sachen, die kein Mensch braucht“, wehrt Christa Jörn lachend ab. Und doch blieben viele Besucher des österlichen Frühlingsfestes am Lenzener Bahndamm neugierig bei ihr stehen. Denn so sinnlos auch die Keramiken sein mögen, so unentbehrlich sind sie doch beim Hübschmachen. Es ist keine Gebrauchskeramik, die die junge Frau, die in Baek ihre Werkstatt hat, den neugierigen Blicken aussetzt. Es sind Schalen, mit denen ein Windlicht oder eine Blume zur Freude des Auges in die richtige, hängende Position gebracht werden kann.
Obendrein duftet es an ihrem Stand außerordentlich verführerisch. In einem Holzkasten präsentiert sie ganz verschiedene Seifen, die sie ebenfalls selbst herstellt. Lavendel, Basilikum, Indigo, Kakao, Eisenoxid Lemon-Gras oder auch Gurke gehören zu den Ingredienzien.
„Das ist wie beim Kochen“, verrät Christa Jörn, „wenn man es erst einmal beherrscht, dann kann man kreativ werden.“ Alle Naturseifen, die ausliegen, hat sie nach eigenem Rezept hergestellt. Und sie weiß auch von deren Wirkung zu berichten: die Gurken-Seife kläre den Geist, die Orangen-Seife mit Peeling-Effekt mache fröhlich.
Angesichts des schönen Wetters hat Christa Jörn ihren Stand in der Sonne vor dem Gebäude aufgebaut, und die Marktbesucher lassen sich dort um so lieber auf einen Plausch über unnütze Keramik und Seifen-Geheimnisse ein. Gleich daneben präsentiert sich Holzspielzeugmacher Hans-Joachim Mai aus Neuruppin. „Das ist ja ein Oktaskop“ staunt ein älterer Herr, „Das habe ich ja ewig nicht mehr gesehen“. Soma-Würfel, Steckpuzzle und Geduldsspiele für Kinder und Erwachsene sind die Passion des Holzspielzeugmachers seit 20 Jahren. Wie Christa Jörn ist er erstmals beim Frühlingsfest in Lenzen mit dabei. Als nächsten Termin haben sie sich das Filzfest auf dem Schlachthof in Lenzen am 4. Juni schon vorgemerkt.
Sibylle Hoppe vom Filzverein Lenzen freut sich, dass es wiederum gelungen ist, neben den schon traditionellen Angeboten den Besuchern auch Neues zu bieten. Erstmals gab es auch an einem der 20 Stände Kinderkleidung. Als Osterhuhn war wieder Sabrina Strelow aus Wootz in dem Gebäude unterwegs, um Süßigkeiten an die Kinder zu verteilen. (Von Michael Beeskow, gefunden im „Prignitzkurier“ der MAZ vom 11.04.2011)


21. November: Vorweihnachtlicher Markt

Verlockend: Kaffee, Kuchen und kleine Kunstwerke

Stöbern, klönen, naschen, das ein oder andere Weihnachtsgeschenk erstehen, und das alles ohne den Trubel der Vorweihnachtszeit - viele Besucher sind am Samstag aus diesem Anlass zum vorweihnachtlichen Kunsthandwerkermarkt nach Lenzen gekommen.
"Wir veranstalten den Markt inzwischen zum neunten Mal, und er wird wie immer gut angenommen", sagt Sibylle Hoppe vom Filzverein. Rund 30 Aussteller sind der Einladung gefolgt, bieten Weihnachtsdekoration, Filz- und Textilprodukte, Flecht- und Korbwaren sowie klassische Handwerkskunst an. Dazu zieht der Duft von Waffeln, Kaffee und Kuchen durch die Räume der Rinderzucht Lanz-Lenzen, die ihren Bürotrakt für den Markt zur Verfügung gestellt hatte.
"Ich bin jedes Jahr hier, der Markt ist einfach schön und vielfältig", sagt die Lenzenerin Ingeborg Loesch. Auch Sina Kestner aus Lanz und Tabea Richert aus Lenzen haben ihren Spaß, während sie unter Anleitung von Petra Scheibner vom Keramikhof Dergenthin Figuren bemalen. "Weihnachtsgeschenke für unsere Eltern", berichtet Sina.
Unterdessen dröhnt draußen die Motorsäge, und viele Besucher schauen staunend zu, wie Torsten Jacob mit einer Motorsäge einen Fischadler samt schuppiger Beute aus einem Baumstamm herausarbeitet. (Lars Reinhold, gefunden am 21. November in "Der Prignitzer")


12. August 2010:„Ländlicher Tag Rund um die Wolle“

„Ländlicher Tag Rund um die Wolle“ Am Donnerstag öffneten sich nicht nur die Schleusen vom Himmel, sondern auch die Pforten des Naturlehrgartens in Lenzen zum "Ländlicher Tag rund um die Wolle". "Trotz des Regenwetters haben erstaunlich viele Urlauber mit ihren Kindern den Weg zu uns gefunden. Vor allem die Kreativstände waren, trotz des schlechten Wetters, ständig besetzt", erzählt Christiane Saß vom, das kleine Fest organisierenden, Förderverein Lenzener Elbtalaue. An verschiedenen Ständen ließen die Besucher ihrem Ideenreichtum freien Lauf. Das Angebot, sich einmal selbst am Tischwebrahmen zu probieren, nutzten auch Lilli und Flavia aus Berlin. Beide Mädchen machen zurzeit Urlaub in Lenzen. Während Lilly ein Deckchen für die Puppenstube webte, war Flavia noch nicht sicher, wofür sie ihr Geflecht aus Wollfäden später einmal verwenden will. Wertvolle Tipps rund um die Wolle gab es bei Expertin Manuela Walter aus Lanz. Sie zeigte den neugierig gewordenen Besuchern unter anderem an der Kardiermaschine, wie die Wolle zu feinem Wollflies zum späteren Spinnen verarbeitet wird. Zahlreiche Gäste, ob groß oder klein, filzten sich auch kleine Bälle an den Ständen nebenan, bauten kleine Holzflöße oder bastelten sich bunte Traumfänger. "Die Besucher können hier erleben, welche Vielfalt die Schafwolle bietet und welche Produkte sich daraus herstellen lassen", sagt Sibylle Hoppe vom Filzverein. Edith Jacob aus Lenzen ist dagegen "Fachfrau für Tee". Bei ihr am Stand wurde den Gästen anhand von Kräutern aus dem Naturlehrgarten gezeigt und erklärt, welche Sorten wofür verwendet werden können. Sie wolle die Leute "sensibel machen für echten Biotee", wie die Landwirtschaftspädagogin meinte. Ihr selbst gemachter Tee, unter anderem gemixt aus Brennnesseln, Zitronenmelisse, Minze, Ringelblume oder Holunder, schmeckte jedenfalls vorzüglich. Auch das Essen - es gab zur Mittagszeit Möhrencremsuppe oder Schmorgurke mit Pellkartoffeln - sowie der Kuchen aus dem Buschbackofen gingen weg wie die berühmten warmen Semmeln.


22.07.2010: Kreativer Gartentag

Kreativität in allen natürlichen Formen / Förderverein Lenzener Elbtalaue lud zum Gartentag ein

LENZEN - Zu einem „Kreativen Gartentag für Groß und Klein“ waren am Donnerstag im Naturlehrgarten Lenzen alle Interessenten, vor allem natürlich Familien, eingeladen. Der Förderverein Lenzener Elbtalaue bot die Besucher die Möglichkeit, an „Mit-Mach-Ständen“ ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Neben dem Filzen von Bällen oder Armreifen konnte man weben oder einen „Traumfänger“ entwerfen.

Keramik und Gartendekorationen aus Filz lockten zum Kauf. Da gab es Schmuckstücke zu bestaunen, die aus Elbetreibholz und gehäkeltem Silberdraht gestaltet waren. Natürlich wurden auch Produkte aus dem Naturlehrgarten wie Kräutersträuße, Kräuteressig und Rosenlikör angeboten. Dazu passend hielt ein Stand Honig aus Lanz, Fruchtsäfte aus Kyritz, Heidelbeerwein aus Pritzwalk und Rapsöl aus Quitzow bereit. Beim Kreativgartentag wurden auch Führungen durch den sommerlichen Naturlehrgarten angeboten. Mit Leckerem aus dem Buschbackofen konnte man etwas gegen den Hunger unternehmen. Bei der zunehmenden Hitze sorgte ein großes Sonnensegel für „schattiges Wohlbefinden“.

Manuela Walther aus Lanz demonstrierte an einer Kardiermaschine und einem Spinnrad die Verarbeitung von Schafwolle zum Faden. Beide Maschinen sind selbst entworfen sowie gebaut und können bei ihr bestellt werden. Manuela Walther stellt auch Seifen her. Dazu berichtet sie: „Ich habe ein einfaches Rezept mit viel Olivenöl ausprobiert und war glücklich, als ich am nächsten Tag in meine Seifenformen sah. Die Seife war wirklich fest geworden.“ Nachdem sie in kleine Stücke geschnitten war, musste sie einige Wochen trocknen. Die Familie musste die Seife dann ausprobieren: „Auch unsere kleine Tochter, die an Neurodermitis leidet, hat sie sehr gut vertragen. Also habe ich immer mehr gemacht. Bei dieser Olivenölseife bin ich dann auch geblieben, in immer anderen Varianten.“ Manuela Walther bietet an, Kindergärten, Jugendclubs oder Schulklassen zu einem Projekttag zum Thema Schafwollverarbeitung zu besuchen. (Von Wolfram Hennies, gefunden im Prignitzkurier der MAZ vom 23.07.2010)


22.03.2010: Vorösterlicher Frühlingsfest

Ostermarkt in Lenzen zog viele Besucher an

LENZEN - Zu einem vorösterlichen Frühlingsfest lud der Förderverein Lenzen Elbtal- aue und der Filzverein Lenzen am Bahndamm ein, zu dem es Samstag zahlreiche Besucher zog. Der Kunsthandwerkermarkt mit mehr als 20 Ständen, an denen regionale Gewerke ihre Produkte anboten, bildete auch in diesem Jahr wieder den Mittelpunkt des Festes. Organisiert wurde es von der stellvertretenden Vorsitzenden des Filzvereins, Sibylle Hoppe. Die Räume dazu stellte der dort ansässige Agrar-Betrieb zur Verfügung.

Schon am Vormittag startete eine große Ostereier-Suchaktion. „Wir haben hier keinen Osterhasen, sondern ein Osterhuhn“, erklärte Sibylle Hoppe. Sabrina Strelow aus Wootz war als Osterhuhn verkleidet unterwegs und verteilte kleine Osterüberraschungen an die Kinder.

Zu den Angeboten des Marktes gehörten Handarbeiten, behäkelte Eier, Honig, Kürbislikör, Waffeln, Keramik und vieles mehr. Handwerkern konnte man beim Korbflechten oder Wolle spinnen zusehen. Eine Bastelecke für Kinder wurde von den Kleinen rege genutzt. Der Landfrauenverein Pritzwalk und Umgebung bot Socken aus Schafwolle an. Als Osterspezialität gab es einen Waschhandschuh in Form eines Osterhasen. Sandra und Doreen Adam aus Hamburg zeigten Karten und Geschenkverpackungen, die sie in 3-D-Technik anfertigten. Gundula Dobler aus Pritzwalk hielt Rheinsberger Keramik und alkoholische Spezialitäten für die Besucher bereit. Für alle Leseratten hatte die Buchhandlung Lesezeichen aus Wittenberge eine Auswahl aktueller Literatur parat. Der Frauenchor Lanz-Lenzen sorgte mit einem Auftritt für die kulturelle Umrahmung.

Parallel zum Ort am Bahndamm beteiligte sich erstmals Constanze Ulrich vom „Petite Fleur“ am Ostermarkt. In dem schön dekorierten Blumengeschäft findet der Interessierte neben Blumen auch Accessoires für Körper und Seele. „Frühlingszauber“ nennt die junge Frau ihren Beitrag zur Ostermesse. Davon bezaubert zeigte sich Christa Heisler aus Gandow. „Ich finde es schön, dass die Märkte parallel stattfinden. Die Dekoration hier ist immer anders. Der Ideenreichtum von Constanze Ulrich scheint mir unerschöpflich zu sein“, lobt sie. Außerdem besuche sie lieber kleinere Märkte als die großen. Die junge Geschäftsfrau, die ihren Laden erst vergangenes Jahr eröffnete, zeigte sich erfreut über den großen Erfolg. (Von Jens Wegner, MAZ vom 22.03.2010)


26.09.09: Obsttag und Herbstfest

27. September 2009:

Der Schritt, den Lenzener Obsttag und das zum zweiten Mal anberaumte Herbstfest auf einen Tag zu legen, erwies am vergangenen Sonnabend als exzellente Entscheidung der Veranstalter. Das schöne Spätsommerfest nutzten dann auch zahlreiche Gäste zu einem Besuch im Naturlehrgarten vor den Toren Lenzen. „Herbstfest und Obsttag, dass passt“, war auch Anke Brandes, eine der Organisatoren des Festen, erfreut über die Besucherzahlen.


Klaus-Dieter Geiersbach gab am Stand der Naturwacht viele Tipps und Hinweise zum Obstbaumschnitt.

Seit einigen Jahren ist auch in der Prignitz eine Rückbesinnung auf alte Obstsorten zu beobachten. Doch mancher Obstbauer weiß gar nicht genau, welche Apfelsorten denn nun in seinem Garten gedeihen. Rat weiß hier ein Pomologe. So nennt man den Obstkundler in Fachkreisen. In Lenzen konnten Unkundige anhand mitgebrachter Früchte die Sorten von Eva-Maria und Reinhard Heller aus dem altmärkischen Diesdorf bestimmen lassen. „Es werden wohl gut 50 Leute gewesen sein, die Rat suchten“, erzählt Anke Brandes. Oft sind die Ähnlichkeiten zu anderen alten Hochstammsorten groß, erschweren auch Kreuzungen eine exakte Typisierung. Die beiden Experten erkannten aber (fast) jeden Apfel am Geruch, Geschmack, Farbe, Größe oder am Aussehen. Zur Bestimmung gelangten auch einige Exemplare der „Altmärker Goldrenette“ nach Lenzen und sorgten gleich für Aufsehen bei den Experten. „Diese Sorte gab es schon um 1280“, glaubt Eva-Maria Heller. Anschauungsunterricht gab es für die Besucher auch auf der Apfelausstellung. Über 40 Sorten mit so klangvollen Namen wie Kaiser Wilhelm oder Williams Christ waren zu begutachten. „Häufig tauschen Besucher auch die verschiedenen Apfelsorten oder ihre Adressen für spätere Kontakte aus“, meint Anke Brandes und gesellt sich wieder zu den Pomologen.
Wenige Schritte weiter hatte Klaus-Dieter Geiersbach am Stand der Naturwacht viele Tipps und Hinweise zum Obstbaumschnitt und zur Pflege der Bäume für die Besucher parat. Zum Angebot auf dem Herbstfest gehörten, neben den zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, auch Fruchtsäfte, Honig, Kunsthandwerkliches und vieles andere mehr. Und wer den Besuch des Festes entspannt in der Sonnenwärme genießen wollte, konnte dies bei frischen Kuchen aus dem Buschbackofen tun.


Österliches Frühlingsfest am 4. April 2009:


14.Oktober 2006: 12. Lenzener Obstag

„Jeden Tag einen Apfel essen und du kannst den Arzt vergessen“. Äpfel zählen zu den wirksamsten Vitaminlieferanten aus der Apotheke von Mutter Natur, wie diese Volksweisheit bestätigt. Äpfel schützen außerdem vor Krebs, lindern Gicht und halten gesundheitlich fit.
Auf dem 12. Lenzener Obsttag machten sich am vergangenen Samstag mit dem LPV „Lenzener Elbtalaue“, der Landschaftspflege GmbH Lenzen, Förderverein Lenzener Elbtalaue, Trägerverbund Burg Lenzen, Arbeitskreis Streuobst - Prignitz, Bildungswerk Extensive Landnutzung und dem Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe gleich sieben Vereine und Organisationen diesen Umstand gemeinsam zunutze.


Früchteausstellung

Zu Beginn des Obsttages hatten Edelgard Taepke („Von Alexander Lucas bis Williams Christ“) und Eva-Maria Heller („Paradiesapfel, Klosterapfel, Prinzenapfel“) auf den gut besuchten Fachvorträgen viel Interessantes über die Geschichte und Kultur der Prignitzer Birnen und Äpfel zu berichten. Dazu konnten Heil- und Kräuterliköre mit Agraringenieur Hartmut Tüngerthal verkostet werden.
Am Vormittag begann dann ein buntes Markttreiben rund um den Hofladen. Zum Angebot gehören neben vielen Obstsorten auch Keramik, Honig, Blumen, Bücher, Modeschmuck und vieles mehr. Frank und Kirstin Wiegmann aus Höhbeck präsentierten Lohnmosten mit Vorführung der Obstpresse. Echt lecker schmeckte der frisch gepresste Apfelsaft. Wem nicht bekannt war, welche Obstsorten in seinem Garten gedeihen, konnte sich diese anhand mitgebrachter Früchte von Eva-Maria und Reinhard Heller sowie Edelgard Taepke bestimmen lassen. Die Experten erkannten (fast) jeden Apfel am Geruch, Geschmack, Farbe, Größe oder am Aussehen. Auch Familie Jaap aus Lenzen hatte bei der Sortenbestimmung Glück. „Das ist ganz sicher ein Kaiser Wilhelm“, stellten die Spezialisten nach einer kurzen Untersuchung des gereichten Exemplars schnell fest.


Bei Edelgard Taepke, Eva-Maria und Reinhard Heller konnte man seine Früchte bestimmen lassen.

Am Stand nebenan hatte Joachim Geiersberg von der Naturwacht viele Tipps und Hinweise zum Obstbaumschnitt. Dazu gab es ein Probierstübchen mit Kräuterlikören, Marmeladen und Rezepten aus dem Naturlehrgarten sowie eine große Früchteausstellung aus eigenem Anbau. Lustige Apfelblütengesichter bekamen die jüngsten Obsttagbesucher von Susann Bayer gemalt. Anschließend machten sich die „dekorierten“ Kids als Detektive auf die Suche nach Ingrid, Jonathan oder Marie. Gesucht waren aber keine Gleichaltrigen sondern Äpfel, die man an den verschiedenen Ständen der Aussteller bekam. „Viele alte Obstsorten sind heute fast in Vergessenheit geraten“, erzählt Daniela Dörfel. „Mit spielerischen Mitteln versuchen wir, den Kindern Wissen über die alten, heimischen Sorten zu vermitteln.“
Neben kulinarische Gaumengenüssen an der Kaffeetafel gab es auch etwas für das Auge: Auf der provisorischen Showbühne bot Anne Brandes (Berlin) dem Publikum eine Vorstellung mit irischen Mitmachtänzen. (Quelle: Torsten Gottschalk im "Prignitzkurier" der MAZ vom 16.10.2006)


Früchteausstellung


16.09.06: Hunderte Besucher beim 7. Kartoffelfest

Lag es nun an dem wunderschönen Spätsommerwetter oder einfach nur an dem umfangreichen Angebot: Wahrscheinlich wegen der Mischung aus beidem pilgerten mehrere hundert Prignitzer am Samstag auf den Dorfgemeinschaftsplatz in Wustrow (Gemeinde Lanz) zur siebenten Auflage des beliebten Kartoffelfestes.
Der kleine Bauernmarkt mit Bio -Produkten aus dem Lenzener Hofladen sowie regionales Kunsthandwerk umrahmte das Fest rund um die Knolle. Eine Sammlung von alten Gerätschaften und Zubehör, verbunden mit einem kleinen Quiz, gab dazu Einblicke in die mühsame Arbeit des Kartoffelanbaus in früheren Zeiten.


In der Gunst der Kunden standen vor allem das frische Gemüse und die Kartoffeln der Elbländischen Pflanzgarten GmbH.

In der Gunst der Kunden standen vor allem das frische Gemüse und die Kartoffeln der Elbländischen Pflanzgarten GmbH. Das vielfältige Angebot und die Atmosphäre lockt auch Familie Weise immer wieder in das kleine Elbdörfchen. “Wir haben uns hier wieder mit „Bamberger Hörnchen“ eingedeckt. Die kleinen Knollen haben wir auch schon in der Vergangenheit gekauft und dann in unserem Garten gepflanzt“, erzählen die Wittenberger weiter. Lange Menschenschlangen bildeten sich vor den Imbissständen. Kartoffelpuffer mit Apfelmus, Kartoffelsuppe mit Würstchen, Salzkartoffeln mit Matjes, Bratkartoffeln mit Sülzfleisch, Folienkartoffeln mit frischem Kräuterquark - schon der Duft der leckeren Spezialitäten aus der Küche des Schullandheimes Lenzen lies einem das Wasser im Mund zusammen laufen. „Alles frisch zubereitet“, erklärt Karina Paesler, die gerade eine der riesigen Pfannen mit neuen Puffern bestückt. „Den Leuten scheint`s ja zu schmecken.“
Zu Fragen um den "Trüffel des kleinen Bürgers" stand Kartoffelspezialist Reinhold Jacobs aus Mellen den Besuchern im Dorfgemeinschaftshaus Rede und Antwort. Auch die Gelegenheit, seine eigene Kartoffelsorte von dem Experten bestimmen zu lassen, wurde mehrfach angenommen. Jacobs kannte sie alle. Dazu gab es eine Kartoffelausstellung mit über 40 Sorten, die im Pflanzgarten Wustrow angebaut werden. Einige Sorten, wie der „Blaue Schwede“ oder die „Belana“, konnten am Samstag auch gekostet werden. Die Besucher nahmen das Angebot dankend an. Auch den ofenfrischen Butterkuchen oder Bienenstich aus dem neuen Buschbackofen des Heimatvereins Wustrow, der erst kürzlich seiner Bestimmung übergeben wurde, fanden reißenden Absatz. (Quelle: Torsten Gottschalk im Prignitzkurier der MAZ vom 18.09.2006)


Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die hausgemachten Kartoffelpuffer.


Konzert des Landespolizeiorchesters

09.Juni 2006: Konzert des Landespolizeiorchesters Brandenburg in Lanz

Eine begeisternde Konzertpremiere bot am vergangenen Freitagabend das Landespolizeiorchester Brandenburg (LaPOB) in einem extra dafür umfunktionierten Gebäude auf dem Gelände der VAL Agrar AG in Lanz. Vor gut 250 Gästen musizierte das LaPOB unter dem Motto „Euch zur Freude“ und demonstrierte erneut seine Ausnahmestellung auf diesem musikalischen Sektor.
Das Repertoire der 49 studierten Musiker reichte von Marschmusik bis Pop. Unter der musikalischen Leitung von Peter Vierneisel brannte das Orchester ein wahres Feuerwerk an Hits und Evergreens ab. Mal präsentierten sich die Polizeimusiker etwas sanfter, wie bei John Lennons „Imagine“, mal poppig wie beim Abba-Medley. Ebenso wenig fehlten Marschmusik und ein James Last-Medley. Dem Fußball Rechnung tragend, intonierte das Orchester mit „Football coming home“ ein Stück der Three Lions.
Die Zuschauer schunkelten, applaudierten oder sangen begeistert mit. Das ungewöhnliche Ambiente des mit Strohballen und Birkenzweige urig ausgestalteten Stalls fand nicht nur die Anerkennung der Polizeimusiker.
Etwas mulmig war den Veranstaltern von VAL Agra AG Lenzen vor dem Konzert schon, überschnitt sich die Veranstaltung doch mit der zeitgleich stattfindenden Übertragung des WM-Eröffnungsspiels. „Das dennoch soviel Leute gekommen sind, ist schon phänomenal“, freute sich nicht nur Konzertorganisatorin Sibylle Hoppe.
Am Ende des gut zweistündigen Programms wurde gemeinsam die Brandenburghymne „Märkische Heide“ angestimmt. Organisatoren und Publikum waren sich hinterher einig: das war eine gelungene Premiere und macht Lust auf mehr.
togo



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