Tausende Besucher ließen sich das 15. Filzfest nicht entgehen
Gerade hatte die Folkgruppe "Taktlos" am Ende des 15. Filzfestes in Lenzen zum Kehraus aufgespielt, da öffnete der Himmel seine Schleusen. Wolkenbruchartig prasselte der Regen auf die noch verbliebenen Besucher hernieder. Ein Großteil der Gäste war zu diesem Zeitpunkt aber schon auf dem Heimweg. Noch bei trockenem Wetter hatten die Festbesucher eine Veranstaltung der Extraklasse gesehen. Mehrere tausend Besucher lockte die Jubiläumsveranstaltung auch in diesem Jahr wieder auf den Schafhof Rademacher vor die Tore Lenzens. Das gemeinsam vom Filzverein, dem Förderverein Lenzener Elbtalaue und der Landschaftspflege GmbH organisierte "Fest rund um die Wolle" hat damit auch in diesem Jahr seinen Ruf als einer der größten Publikumsmagneten im Prignitzsommer gefestigt. Rund siebzig Aussteller, die größtenteils mittelalterliches Handwerk präsentierten, waren auf dem großen Kunsthandwerkermarkt zu sehen. Produkte aus Keramik und Holz sowie Textilien, Floristik, Steine, Honig, Schmuck und vieles mehr luden zum Kaufen, Probieren oder nur zum Schauen ein. Zu den Höhepunkten gehörten am Samstag auch wieder die Schafschur mit Rainer Ziems, die Schnitzvorführungen von Michael Knüdel mit der Motorsäge und die erstmals durchgeführte Wollauktion. Die vielen unterschiedliche Wollsorten, vorgestellt von Helmut Klagge, waren in Windeseile verkauft. Auch die beliebten Modenschauen mit Eigenkreationen des Lenzener Filzvereines und Kollektionen anderer Anbieter waren erneut ein Renner.
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In der Jurte zog Knubbelkrud alias Renate Groenewegen die großen und kleinen Besucher mit spannenden Geschichten in ihren Bann. Die Kinder hatten aber auch beim Filzen und Basteln an den Ständen des Lenzener Filzvereins oder der Naturwacht ihren Spaß. In der Kunstscheune konnten die Besucher unter anderem eine Bilderausstellung und Porträtmalereien von Viola Krüger aus Mellen bewundern. Führungen im Schafgehege, Hütehundvorführungen des Schäfers und Schafschurdemonstrationen sorgten ebenso für Abwechselung wie die Kräutervorträge mit Brigitte Hemmerling im Naturlehrgarten oder Bogenschießen und Ponyreiten für Kinder. Auch zum Schlemmen gab es an vielen Ständen die Gelegenheit. Deftiges aus Topf und Pfanne, Räucherfisch und frischer Kuchen aus dem Buschbackofen ließen die Herzen der Gäste höher schlagen. Die mittelalterlichen Musikanten und Gaukler Zeter und Mordio spielten echte und wahre Märchen sowie historische Weltdramen und sorgten für heitere Abwechslung auf dem Schafhof. (Quelle: Torsten Gottschalk im "Prignitzkurier" der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 29.05.2006)
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